Zahlen & Daten
Während unserer Reise sind ziemlich viele Zahlen zusammen gekommen. Fangen wir mit der Dauer unseres Abenteuers an.
Rund 1.35 Jahre, 16.4 Monate, 492 Tage, 11'808 Stunden, 708'480 Minuten oder 42'508'800 Sekunden waren wir unterwegs. Und wir haben jeden Moment genossen!
Das liebe Geld
Wir haben in dieser Zeit das Budget um 18.13% überschritten und hätten entsprechend nicht Ende Dezember 2019 sondern bereits Ende September nach Hause kommen müssen. Da wir aber schon Anfang Mai zurück waren hatten wir noch genügend Budget um den Sommer in der Schweiz noch etwas zu geniessen und schon wieder ein Startguthaben für die nächste Reise zur Seite zu schaufeln.
Und jetzt wird das Geheimnis gelüftet. Wer hat auf die ganze Reise gesehen mehr Geld gebraucht? Joli mit ihren vielen Restaurant Besuchen oder Beni mit seinem bequemen Betten und netten Duschen?!
Tatatataaaaa - > Beni hat verloren.
Unterkunft: 25% (61% Hotels/23% AirBnB/16% Hostels)
Transport: 24% (50% Flüge/17% Mietautos (inkl. Sprit)/12% Taxis/9% Bus/8% Zug/4% Schiff)
Verpflegung: 23% (82% Restaurant/14% Supermarkt/4% Streetfood)
Sightseeing: 12% (69% Touren/31% Eintritte)
Diverses: 9% (65% Diverses/19% Gesundheit/16% Sonstiges – wo auch immer der Unterschied zwischen
Diverses und Sonstiges, können wir also auch nicht mehr so genau sagen…)
Verluste: 7% haben wir irgendwo verloren – Währungsverluste, Bankgebühren oder vergessene Ausgaben
- nicht gerade wenig! Autsch!
Wir haben noch ein paar Vergleiche gezogen – Weltreise vs. Schweiz:
Unterwegs haben wir im Schnitt ca. 41.- pro Nacht bezahlt. Zu Hause zahlen wir mit unserer Miete rund 45.- Nacht. Nicht viel mehr, aber man beachte folgendes:
- niemand putzt täglich unser Zimmer
- niemand wechselt 2x wöchentlich unsere Bettwäsche und Handtücher
- niemand wäscht für uns
- und niemand macht uns Frühstück…
… und dafür bezahlen wir 4.- mehr pro Nacht…
Auch das Essen hat es in sich. Wir haben zwar im Ausland rund 20% mehr für Essen ausgegeben pro Monat aber waren zu über 80% in Restaurants und haben uns bekochen lassen. Hier bezahlen wir nur wenig weniger und müssen aber selber kochen.
Fazit: man kommt im Ausland und in der Schweiz mit ähnlich viel Budget aus, muss hier aber mehr selber machen dafür ;o)
Weitere Daten
Wir haben 92'282 Kilometer zurück gelegt auf unserer Reise. Gar nicht so schlecht. Ohne unsere Fusswege zu zählen haben wir uns mit 378 Fahrzeugen fortbewegt.
Spitzenreiter waren Taxis (inklusive den lustigen Tuktuks und Uber). Ganze 205x sind wir mit einem Taxi oder ähnlichem gefahren. Zum Glück nicht 205x abgezockt worden, aber wohl nah dran… Die einzig ehrlichen Taxifahrer haben wir in Mexiko getroffen (naja abgesehen von den Touristen Hochburgen Playa del Carmen und Cozumel).
69x sind wir Bus gefahren – die schlimmsten Buschauffeure sind mit Abstand die Ecuadorianer.
35x hat Beni seine Flugangst bezwungen und das grösste Abenteuer war wohl der Flug im Propeller Flugzeug in Bolivien – mitten durch ein Gewitter. Aber auch die Inlandflüge in Argentinien und Chile so knapp über den Anden bleiben unvergesslich. Was für ein Panorama.
21x sind wir mit dem Zug unterwegs gewesen. 1x auf 4220 Metern über Meer und etliche Male sind wir auf die Sekunde pünktlich in Japan losgedüst und haben Spitzengeschwindigkeiten von 293 km/h erreicht.
19x sind wir auf dem Wasser rumgetuckert. Ob auf einem grossen Schiff, einer Yacht oder in einem Holzkanu (wo man laufend das Wasser rausschöpfen musste) es war alles dabei. Sehr turbulent waren die beiden langen Strecken auf Galapagos (von Santa Cruz nach Genovesa), wo wir uns in unserer Koje gut festhalten mussten um nicht im Schlaf aus dem Bett zu fallen. Aber auch die Situation in Española (Galapagos) wo unser Schiff von rund 30 Haien umzingelt war, bleibt in Erinnerung. Und nicht zu vergessen unsere Schwimmstunden mit den Rosa Delfinen und den Piranhas in Bolivien. Oder die Achterbahnfahrt auf dem See General Carrera in Chile wo wir die Marmorhöhlen besucht haben. Was für ein Spass!
Wir sind mit 11 Mietautos auf teilweise unmöglichen Strassen herum gecruist. Am geilsten war wohl die Strecke Ruta 40 von Cafayate nach Cachi in Argentinien. Staubig, wahnsinnig staubig. Aber wann hat man schon mal das Gefühl auf dem Mond rumzufahren?!
Wir waren nicht nur faul sondern waren auch immerhin 9x mit einem Fahrrad unterwegs.
7x haben wir einen Roller gemietet und 2x sogar ein Golf Cart. Und zu Fuss haben wir natürlich unzählige Kilometer zurück gelegt, das wollen wir ja mal nicht vergessen.
Wir haben Total 16 Länder auf 4 Kontinenten bereist. Aber laut unserer Polarstep App kennen wir noch nicht einmal 10% unserer Erde. Es gibt also noch viel zu entdecken.
In 159 verschiedenen Unterkünften haben wir übernachtet und waren also im Schnitt nur rund 3 Nächte am selben Ort. Der längste Aufenthalt im selben Bett waren gerade mal 9 Nächte. In den einzelnen Ländern haben wir zwischen 2-8 Wochen verbracht (am längsten waren wir in Vietnam mit 8 Wochen) und haben in dieser Zeit 270 Postkarten verschickt und 232 Berichte geschrieben.
Wir sind zwischen 1 Meter unter Meer (wenn wir am Schnorcheln waren) und 4'950 Metern über Meer unterwegs gewesen (die Flüge natürlich mal ausgenommen) und haben während der ganzen Weltreise 6 Kameras gebraucht. Eine spiegellose Systemkamera, ein Kompaktkamera und eine Unterwasserkamera und jede davon mussten wir je einmal ersetzen. Kein Wunder wir haben auch sagenhafte 65'490 Fotos geschossen! Das sind im Schnitt 133 Fotos pro Tag oder 4'093 Fotos pro Land.
Kurioses
Ja kurios war vieles. Aber hier noch ein paar Dinge, die wir bei den einzelnen Ländern nicht aufgeführt haben oder vielleicht auch ein paar Unterschiede zwischen Südamerika und Asien.
In Südamerika haben wir wenige Raucher entdeckt, einzig in Bolivien waren wir überrascht, als in einem Restaurant geraucht wurde. Dafür kauen die Völker der Anden reichlich Coca Blätter, was wir uns natürlich auch nicht haben entgehen lassen. Aber Vorsicht auch wenn man es fast überall bekommt ist es noch lange nicht überall legal.
Weltweit wird die Schweiz mit Reichtum, Gold und viel Geld in Verbindung gebracht. Immer fragten sie nach dem Minimum Lohn und starrten uns dann mit offenen Mündern an – «wir wollen auch in die Schweiz kommen», meinten sie. Wir haben dann aber auch immer die Kosten für Wohnung, Krankenkassen, Essen etc. aufgeführt und dann wollten die meisten doch lieber bleiben wo sie waren.
Oder aber werden wir häufig mit Schweden verwechselt. Vor allem in Südamerika kam dies oft vor, da Suiza und Suecia halt schon sehr ähnlich klingen und es sind ja dort sowieso auch alle Menschen blond. Also wo ist schon der Unterschied?!
Und auch zwischen Schweiz und Deutschland wollte man den Unterschied nicht so anerkennen. Deutsch ist Deutsch (wobei nie jemand von den Österreichern sprach…) Aber trotz allem sind vor allem in Südamerika die Schweizer um einiges beliebter als die Deutschen. Und als die Amerikaner sowieso. Dies haben wir vor allem in Mexiko festgestellt… Wieso wohl?
Es gab aber auch Leute die keine Ahnung hatten was die Schweiz denn ist und schon gar nicht wo. Ob es in Nordamerika oder Afrika liege wurden wir sogar mal gefragt? Und in welchem Staat in Amerika dies denn liege?
Bei einigen «Kennern» der Schweiz kam die Frage auf ob wir aus dem spanischen Teil der Schweiz stammen. Danke für das Kompliment betreffend unseren Spanischkenntnissen aber so gut kannte man die Schweiz dann wohl doch nicht.
Die Toblerone hat es überall hin geschafft, das ist faszinierend, also immer ein Stück Heimat wohin wir auch gekommen sind.
In Bolivien haben wir übrigens den ersten Supermarkt des Landes betreten. Der hatte in Sucre, der Hauptstadt, gerade 2 Wochen vor unserer Ankunft die Türen geöffnet und hat ca. die Grösse eines kleinen Migros oder Coops.
Apropo Supermarkt. Bei zwei verschiedenen Sorten Joghurt und Käse (im Schnitt) in Südamerika würde wohl jeden der Schlag treffen wenn er die Wände mit Käse und Joghurt bei uns in den Supermärkten zu sehen bekäme…
Das ruhigste Land war mit Abstand Japan. Selbst in einer Millionen Stadt wie Tokio war es herrlich still und geordnet. Wahnsinn. Vielleicht deshalb unser Lieblingsland, denn in Südamerika herrscht schon immer Jubel Trubel Heiterkeit und Lärm wo man hinkommt. Was am Anfang kuhl ist wird irgendwann sehr anstrengend.
Aber auch die Asiaten wissen wie mal Lärm macht – Stichwort Karaoke!
Aber zum Schluss noch die geilste Aussage zur Schweiz (sie kam von einem Costaricaner): «Oh ihr habt so schöne Kühe!»
Tschüss! Adiö! Chao! Bye!
Das wars fürs erste von Benjoli. Wir verabschieden uns. Es hat uns gefreut unsere Abenteuer hier zu teilen und wir kommen ganz sicher zurück. Denn die Welt ist gross und es gibt noch sehr viel zu entdecken. Danke euch allen, dass ihr uns begleitet habt und auch nochmals allen lieben Spendern einen herzlichen Dank. Und denkt an unser Motto:



Kommentar schreiben
Brigitta Hegetschweiler (Sonntag, 15 Dezember 2019 21:52)
Danke viu mau für die spannende, interessante Brichte u die wunderschöne Biuder!!
U häbets schön - ou ider Schwiz :-))
Äs liebs Grüessli Mummy