Nach den vielen Tieren, Inseln, Stränden und dem Meer, zieht es uns wieder in die Berge, genauer gesagt nach Alausí in den Anden Ecuadors. In Guayaquil gehen wir morgens noch gemütlich Frühstücken und holen unsere Wäsche ab. Dabei haben wir noch mit starken Schwankungen zu kämpfen. Wir haben die Landkrankheit, schon gestern Abend wie auch heute Morgen haben wir beide mit unkontrollierbaren Bewegungen und Schwankungen zu kämpfen, welche an den Wellengang auf dem Schiff erinnern. Zum Glück nicht allzu stark aber dennoch irritierend. Man kommt sich vor wie betrunken aber ohne den Kater am nächsten Tag.
Mit dem Bus fahren wir in 4 Stunden vom Meer auf über 2500 M.ü.M. hoch in die Anden.
Hier kann man mit dem Zug die legendäre Strecke zur Teufelsnase fahren. Übers Internet reservieren wir uns spät abends noch zwei Plätze im Zug.
Tren la Nariz del Diabolo
Um 8 Uhr sitzen wir fast alleine im letzten und einzigen alten Waggon, bei welchem man die Fenster öffnen und die Sitzbänke je nach Fahrtrichtung umklappen kann, perfekt.
Die Fahrt durch Täler und entlang des Flusses dauert 45 Minuten. Die Strecke ist landschaftlich wirklich schön und wir haben grosses Glück mit dem Wetter und vor allem mit dem halbleeren Waggon. So können wir gemäss den Infos des Guides regelmässig die Seiten wechseln und haben den optimalen Blick auf alles was er uns erzählt und was es zu sehen gibt. Die anderen drei Waggons sind voll bis auf dem letzten Platz mit irgendwelchen Tourengruppen. Bäääh!
In diesen 45 Minuten passieren wir auch die Teufelsnase, hier fährt der Zug aufgrund der Steigung mehrere Male vor und rückwärts im Zick Zack den Berg runter und auf dem Rückweg dann wieder rauf. Das ist der Teil, welcher die Strecke so legendär macht… Am Zielbahnhof Sibambe fahren wir zuerst vorbei um einen freien Blick auf die Teufelsnase zu haben und halten dann auf dem Rückweg für eine Stunde. Hier gibt es ein Restaurant, ein Bahnmuseum und ein klassisches Touristen Unterhaltungsprogramm mit Folkloretänzer und Musik. 25$ pro Person ist zwar ein stolzer Preis aber uns gefällt der Ausflug, aber wir haben wie schon gesagt auch viel Glück betreffend Wetter und Mitreisenden, sowie dem alten Waggon, welcher ein etwas spezielleres Feeling hervorruft als die neumodernen Waggons.
Nach 3 Stunden sind wir auch schon wieder zurück in Alausí, wo in der ganzen Stadt der Wochenendmarkt sein soll. Wir finden ihn lediglich auf dem üblichen Marktplatz und suchen vergeblich in den Strassen. Entweder suchen wir nach etwas anderem oder sehen ihn einfach nicht. Dafür sehen wir die ganzen Menschen (vor allem Frauen) in ihren schönen, bunten Sonntagskleidern. Das ist hier in den Anden noch Tradition, dass man sich am Sonntag in Schale wirft und in die Stadt zum Markt fährt.
Den Abend nutzen wir dann um unseren weiteren Reiseverlauf zu planen, es geht weiter nach Riobamba und dann nach Baños wo wir einen längeren Aufenthalt planen – schliesslich beginnt die WM in Kürze.




































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